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Alles über Los Angeles lakers

Was für ein Team: Die Geschichte der Los Angeles Lakers hat einiges zu bieten - große Dramen, Titel am Fließband und Superstars ohne Ende. Das Basketball-Magazin "FIVE" stellt den legendären Club von der Westküste vor.

Die Los Angeles Lakers - kein Team in der NBA hat einen vergleichbaren Ruf. Sicher, Rekordmeister sind die Boston Celtics mit 16 Titeln, doch keine andere Franchise zeigte von Anfang an derart konstant gute Leistungen.

Im Gegensatz zu den Ostküsten-Rivalen Boston, New York oder Philadelphia, gelang es den Lakers, über mittlerweile 70 Jahre hinweg mehr oder weniger erfolgreich zu sein. Seit ihrer ersten Saison 1947/48 in der Basketball Association of America (BAA, der Vorgänger der NBA) verpassten sie nur fünf Mal die Playoffs. Ein einsamer Rekord. Zum Vergleich: Philadelphia blieb 15 Mal bei der Meisterrunde außen vor, Boston 16 Mal



Doch wie ist diese Erfolgsstory zu erklären? Ein Grund mag die unerreichte Dichte an Superstars sein, die in der Geschichte der NBA ihren Weg zu den Lakers fanden. Sei es durch clevere Manöver des Managements oder aber durch einfaches Glück.

 

Die Geschichte des Teams beginnt allerdings in Detroit. Dort haben die Detroit Gems 1946/47 nur 4 von 44 Spielen in der National Basketball League (NBL) gewonnen. Die Investoren Ben Berger und Morris Chalfen entschließen sich, das Team für 15.000 Dollar zu kaufen und nach Minneapolis zu transferieren. Die beiden starten im wahrsten Sinne bei Null: Sie bekommen eine Urkunde, ein paar Bälle, Trikots und Tape; die Spieler der Gems sind mittlerweile unter dem Rest der Liga aufgeteilt worden. Chalfen und Berger haben eine Franchise, aber kein Team.



Doch wie ist diese Erfolgsstory zu erklären? Ein Grund mag die unerreichte Dichte an Superstars sein, die in der Geschichte der NBA ihren Weg zu den Lakers fanden. Sei es durch clevere Manöver des Managements oder aber durch einfaches Glück.

 

Die Geschichte des Teams beginnt allerdings in Detroit. Dort haben die Detroit Gems 1946/47 nur 4 von 44 Spielen in der National Basketball League (NBL) gewonnen. Die Investoren Ben Berger und Morris Chalfen entschließen sich, das Team für 15.000 Dollar zu kaufen und nach Minneapolis zu transferieren. Die beiden starten im wahrsten Sinne bei Null: Sie bekommen eine Urkunde, ein paar Bälle, Trikots und Tape; die Spieler der Gems sind mittlerweile unter dem Rest der Liga aufgeteilt worden. Chalfen und Berger haben eine Franchise, aber kein Team.

Die beiden machen sich ans Werk und verpflichten den 31-jährigen John Kundla als Trainer. Nach und nach wird eine ordentliche Mannschaft zusammengestellt, ein echter Superstar fehlt allerdings noch. Doch auf der Suche nach einem Leistungsträger sollte den jungen Lakers das Glück zur Seite springen.

 

1947 geht die Konkurrenz-Liga PBLA ("Professional Basketball League of America") pleite - und sämtliche Spieler werden unter den elf NBL-Teams aufgeteilt. Minneapolis darf als erstes wählen, da die Gems in der vergangenen Saison so schlecht abgeschnitten hatten. Und Trainer Kundla hat ein gutes Gespür. Er wählt George Mikan, einen 2,10 Meter großen Center, der das Spiel auf Jahre dominieren sollte.

Mikan ist groß, beweglich, besitzt sichere Hakenwürfe mit rechts und links. Kundla erkennt, dass sich das gesamte Spiel um Mikan drehen muss. Hinten beschützt der Center den eigenen Korb, vorne wird der Ball meist drei, vier Mal gepasst, bevor er zu Mikan kommt. Wird dieser dann von mehreren Spielern verteidigt, stehen seine Teamkollegen frei.

Mit dieser Strategie liefert Kundla eine bis heute gültige Blaupause für das Aufbauen einer Mannschaft um einen dominanten "Big Man". In der Folge bekommt Mikan in Vern Mikkelsen (2,01 Meter) und Clyde Lovelette (2,03) und Aufbau Slater Martin (1,78 Meter) starke Teamkollegen an die Seite - alle drei sind künftige Mitglieder der "Hall of Fame". Mit diesen Profis wird das Team zur ersten NBA-Dynastie. Insgesamt gewinnen die Lakers um Mikan von 1947 bis 1954 eine NBL-, eine BAA- sowie vier NBA-Meisterschaften. Dann beendet Mikan seine Karriere und die erste große Ära der Lakers ist vorbei.

Nach einem gescheiterten Mikan-Comeback und einem desaströsen Versuch des Ex-Stars als Trainer liegen die Lakers am Boden. 1958 verpassen sie erstmals die Playoffs. Die Zuschauer bleiben aus, der Fortbestand der ganzen Franchise ist in Gefahr. Ein Umzug nach Kansas City, Missouri wird in letzter Minute abgewendet. Als schlechtestem Team der Liga steht den Lakers aber der erste Pick der Draft zu. Ein absoluter Glücksfall, denn so kommt Elgin Baylor in die Stadt. Dieser liefert 24,9 Punkte, 15 Rebounds, 4,1 Assists - und sorgt so für den Einzug in die Finals. Dort sind aber die Boston Celtics mit ihrem herausragenden Spieler Bill Russell eine Nummer zu groß
Zwei Jahre später folgt der nächste bedeutende Einschnitt: Der neue Eigentümer Bob Short verlegt sein Team vor der Saison 1960/61 nach Los Angeles. Damit sind die Lakers das erste NBA-Team an der Westküste.

 

Gleichzeitig bringt der zweite Pick in der Draft eine willkommene Verstärkung für den Club: Jerry West, Distanzschütze und Spielmacher, kommt von der University of West Virginia. Zusammen mit Baylor bildet er in den kommenden Jahren das Fundament des zweiten großen Lakers-Teams. Doch es ist eine Dynastie mit Schönheitsfehler: Baylor und Co. erreichen fünfmal die NBA-Finals, verlieren aber jede Mal gegen die Boston Celtics.

1968 kommt der alternde Superstar Wilt Chamberlain zu den Lakers. Mit dem mittlerweile 32-Jährigen soll endlich der erste Titel an die Westküste geholt werden. In den beiden folgenden Jahren erreichen die Lakers erneut die Endspiele, scheitern jedoch jeweils im siebten Spiel - einmal an Boston, einmal an New York.

 

Erst 1972 ist es so weit. Ausgerechnet in der Saison, in der Baylor nach neun Spielen aufgrund anhaltender Knieprobleme in Rente geht, stellen die Lakers einen bis heute gültigen Rekord von 33 Siegen in Folge auf. Diesmal haben die Knicks in der Finalserie keine Chance. Es soll Wests einziger Titel bleiben, denn im folgenden Jahr behält wieder New York die Oberhand. Anschließend tritt Chamberlain ab, ein Jahr später folgt ihm West in den Ruhestand.



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